Laienspieler gehen in den Ruhestand

Abschied: Sie quittierten, sehr zum Leidwesen der Theatergruppe der KFD Varensell, aus Altersgründen ihren Dienst. Das Bild zeigt (v. l.) Else und Hermann Habig, Erwin Kathöfer, Paul Schulte-Döinghaus, Margret und Theodor Ostmeier, Monika Schwarzenberg und Albert Kochtokrax.

Laienspieler gehen in den Ruhestand

aus www.die-glocke.de

 

Rietberg-Varensell (ms). Die Mitglieder der Theatergruppe der KFD Varensell können es sich derzeit noch nicht vorstellen, wie es ohne die acht Theater- und Bühnenprofis weitergehen soll.

Die Laienspieler, Bühnengestalter und -bildner haben jetzt aus Altersgründen den aktiven ehrenamtlichen Dienst an den Nagel gehängt.

Monika Schwarzenberg, Leiterin der Gruppe, zeigte während eines „Dankeschön-Essens“ im Haus Henkenjohann Verständnis, bedauerte jedoch ihren Entschluss.

Sie dankte den Ensemble-Mitgliedern, die zusammen weit mehr als 250 Jahre ihre Ideen und ihren Einsatz zur Verfügung gestellt haben. Monika Schwarzenberg dankte zunächst dem „Bühnenvollblut“ Else Habig. Sie stand mehr als 60 Jahre auf der Bühne. Sie schlüpfte in viele Rollen und spielte sich in plattdeutscher und auch hochdeutscher Sprache in die Herzen der Zuschauer.

„Zu ersetzen bist du nicht“, klagte Monika Schwarzenberg.

Allein stand Else Habig nie auf der Bühne. Nur unweit von ihr wusste sie ihren Mann Hermann Habig. Er zog die wichtigsten elektrischen Strippen, sorgte für die richtige Beleuchtung und sicherte Stromnetze.

Auch Albert Kochtokrax und seine Frau Erika „waren ein genau so verlässliches Gespann“. Sie langten mit Paul Schulte-Döinghaus beim Bühnenaufbau ebenso zu, hielten das Geschehen im Bild fest und kümmerten sich um die Beschallung. Auch den Ostmeiers, Theodor und Margret, war kein Bühnenbild zu aufwendig.

Erwin Kathöfer dagegen verdanken die Laienspieler die künstlerische Ausgestaltung. Er war 35 Jahre dabei.